Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Imker_innen,

in den Nachbarbezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Neukölln sind aufgrund von Ausbrüchen der Amerikanischen Faulbrut (AFB) Sperrbezirke festgelegt worden.

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist der Bezirk Tempelhof-Schöneberg, trotz angrenzender Sperrgebiete, aktuell nicht betroffen.

Es wird dennoch dringend gebeten, die folgenden Informationen in Ihrem Wirkungsfeld weiterzuverbreiten.

Jeder Seuchenverdacht auf Bienenstandorten im Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist umgehend mitzuteilen unter der

Telefonnummer (030) 90277 7371

oder

per Email: vetleb@ba-ts.berlin.de

Bitte zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!

Der Erreger der AFB ist ein sporenbildendes Bakterium, das Bienenlarven infiziert, und sie tötet. Die entstehende fadenziehende Masse trocknet zu einem sogenannten (hochinfektiösen!) Faulbrutschorf ein; neben diesen sind löchrige, eingesunkene Zelldeckel und ein lückiges Brutnest weitere Symptome. Voraussetzung für die erfolgreiche Sanierung eines Sperrbezirks ist, dass alle Ansteckungsquellen erkannt und beseitigt werden, damit sich die Bienen nicht immer wieder erneut anstecken.

Zur effektiven Früherkennung der AFB dient die mikrobiologische Untersuchung von sogenannten Futterkranzproben. Zur Überprüfung der eigenen Bienenvölker können Imker_innen diese Proben selbst entnehmen und beispielsweise durch das Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf freiwillig untersuchen lassen. Hinsichtlich der AFB erhält man somit schnell und mit geringem Aufwand einen soliden Einblick zum Gesundheitsstatus der eigenen Tiere.

Gewissenhafte Vorsorgemaßnahmen der Imker_innen sowie die frühzeitige Ermittlung bei Verdachtsfällen durch die Veterinäraufsicht und eine nachhaltige Bekämpfungsstrategie bei Ausbruch der AFB sind insbesondere in Ballungszentren von höchster Wichtigkeit.

Durch die im letzten Jahrzehnt rasant angestiegene Zahl von Bienenstandorten und Imker_innen im Bezirk und generell im Land Berlin kommt der Zusammenarbeit von Bienenhalter_innen und Veterinärbehörden hierbei eine besondere Bedeutung zu.

Jeder Bienenstandort ist der Veterinäraufsichtsbehörde durch die verantwortlichen Tierhalter_innen bekanntzugeben.

Änderungen von Angaben zur ursprünglichen Anzeige (z. B. Kontaktdaten, Standort der Bienenhaltung, Völkerzahl) oder Aufgabe der Bienenhaltung sollen stets umgehend mitgeteilt werden, damit im Seuchenfall zeitaufwendige Haltungsermittlungen vermieden werden können (Formular für Tempelhof-Schöneberg siehe Anlage).

Die Registrierung und nachfolgende Änderungsmitteilungen sind gebührenfrei. Sie dienen insbesondere der Übersicht zu potentiell betroffenen Tierbeständen im Seuchenfall und garantiert die Kommunikationskette zwischen den Tierhalter_innen und der Veterinäraufsicht. Die AFB hat niemand allein!

Das Verbringen von Bienenvölkern in oder aus dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg (wie auch bei den anderen Berliner Bezirken) ist nur mit einer amtstierärztlichen Gesundheitsbescheinigung zulässig. Diese Bescheinigungen sind immer von der für den Standort zuständigen Veterinäraufsichtsbehörde auszustellen. Sofern Sie beabsichtigen, von Ihrem Standort Bienenvölker außerhalb des Bezirks zu verbringen, wenden Sie sich deshalb bitte an uns, bzw. die für Ihren Bienenstandort zuständige Veterinäraufsichtsbehörde (https://www.berlin.de/sen/verbraucherschutz/service/veterinaer-und-lebensmittelaufsichtsaemter/).

Für diesbezügliche Rückfragen sowie zu allgemeinen Fragen zur amtlichen Überwachung von Tierhaltungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihre Veterinär- und Lebensmittelaufsicht in Tempelhof-Schöneberg

(https://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/politik-und-verwaltung/aemter/ordnungsamt/veterinaer-und-lebensmittelaufsicht/

Weitere Hinweise:

Sperrbezirks-Grenzen innerhalb Charlottenburg-Wilmersdorfs siehe:

(https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/verwaltung/aemter/ordnungsamt/veterinaer-und-lebensmittelaufsicht/artikel.710318.php)

 

Sperrbezirks-Grenzen innerhalb Neuköllns:

Nördlich – die Straßen: Britzer Garten, Hüfnerweg, Buckower Damm, Steinträgerweg, Hochspannungsweg, Dachdeckerweg, Bauhüttenweg

Westlich – die Straßen: Drusenheimer Weg, Quarzweg, Sangerhauser Weg

Südlich – Verwaltungsgrenze zum Land Brandenburg, Landkreis Dahme- Spreewald

Östlich – Töpferweg, Johannisthaler Chaussee, Kölner Damm, Wildmeisterdamm, Försterweg, Landreiterweg, Am Eichenquas

Gesetz zur Vorbeugung vor und Bekämpfung von Tierseuchen (TierGesG)

Bienenseuchen-Verordnung (BienSeuchV)

Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf e.V. zum Thema AFB

Mit freundlichen Grüßen

Das Team der Veterinär-und Lebensmittelüberwachung

Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin

Abt. Bürgerdienste, Ordnungsamt, Straßen- und Grünflächenamt

Ordnungsamt

Fachbereich Veterinär- und Lebensmittelaufsicht

 

Dienststelle:

Tempelhofer Damm 165
12099 Berlin

 

Postanschrift:

Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin

Ordnungsamt – VetLeb

10820 Berlin

 

Tel.: +49 (0)30 90277 7371

Fax.: +49 (0)30 90277 7372

E-Mail: vetleb@ba-ts.berlin.de

Web: http://www.berlin.de/ba-ts/vetleb

 

Diese E-Mail-Adressen sind nicht für den Empfang bzw. das Versenden elektronisch signierter Nachrichten geeignet – nutzen Sie dazu bitte folgende Adresse: post@ba-ts.berlin.de .

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